Regenbogen in Connemara

Wunderschönes Irland – Ein Reisebericht

Dieses Jahr haben wir unseren „langen“ Urlaub zusammen mit Julians Eltern in Irland verbracht. Eigentlich war der Urlaub schon letztes Jahr geplant, aber es ist echt schwierig die Arbeits- und Urlaubszeiten von vier Leuten aufeinander abzustimmen. Nun hatte es aber endlich geklappt!

Im Gegensatz zu den anderen war ich noch nie in Irland und kannte es nur vom Hörensagen. Mit meinem kleinen Reiseführer konnte ich mich zumindest ein wenig auf die Insel einstimmen. Kurz vor dem Urlaub hatte ich auch nur einen Ort auf meiner Liste, den ich unbedingt besuchen wollte, den Nationalpark „The Burren“. Ob das klappen würde, stand aber noch nicht fest.

Selfie mit Julian und mir
Selfie mit Julian und mir

Unser langer Weg zum Hotel

Der Flug nach Dublin ging ganz klassisch mit Ryanair. Zuerst mussten wir allerdings von Hamburg aus nach Bremen. So fuhren wir erst eine gute Stunde mit der Bahn, dann ca. 15 Minuten mit der Straßenbahn zum Flughafen. Dort trafen wir dann Julians Eltern. Der Flug an sich war etwas holprig, aber sonst unspektakulär. An der Gepäckausgabe begannen wir jedoch etwas zu kreiseln, denn Julians Koffer sollte partout nicht auf dem Gepäckausgabeband erscheinen! Eine halbe Ewigkeit später und nachdem wir beim Personal nachfragten, kam Julians Koffer dann doch.

Endlich konnten wir unser Mietauto abholen, dass uns eine Woche lang begleiten sollte. Es war ein Opel Insignia. Neuwagen. 3 Kilometer gefahren. Mal schauen, wie er sich machen würde! Testen konnten wir ihn schon auf der Hinfahrt zum Hotel: Mehr als 200 km quer über die Insel nach Galway.

Im Hotel angekommen bekamen wir erst einen kleinen Schock: Das Treppenhaus war extrem schmal und steil. Die Zimmer bestanden quasi nur aus einem Bett mit vier Wänden. Ein Schrank war nirgends zu finden und das einzige Fenster ließ sich weder öffnen noch konnte man viel sehen, denn es war ziemlich dreckig. Und da sollten wir es nun eine Woche aushalten…

Schnell war am Morgen für Julians Eltern klar, dass wir das Hotel am nächsten Tag wechseln wollten. denn die Nacht war extrem laut (kein Wunder direkt in der Innenstadt). Es standen die ganze Zeit über Leute an der Straße und haben lautstark miteinander geredet. Wir haben fast kein Auge zubekommen.

Julian und seine Eltern
Julian und seine Eltern

Auf Julians Spuren in Tralee und Dingle

Bevor wir den Tag mit der Hotelsuche verbringen konnten, wollten wir in Richtung Dingle aufbrechen. Es war Julians Wunsch sich die Ecke noch einmal anzusehen. Denn während des Studiums war er für vier Monate in Tralee gewesen. Nun wollte er sehen, wieviel sich verändert hatte.

Auf dem Weg dorthin machten wir jedoch einen spontanen Halt in Adare. Ein Ort mit wunderschönen kleinen Häuschen direkt an der Straße und einem tollen Park! Wir liefen einige Zeit dort umher, machten Fotos und aßen eine Kleinigkeit. Bevor es wieder zu regnen anfangen konnte machten wir uns wieder auf den Weg.

Ein vorwitziger Rabe wartet in Adare auf Kuchenstückchen, die er ergattern kann.
Ein vorwitziger Rabe wartet in Adare auf Kuchenstückchen, die er ergattern kann.
Hübsches, reetgedecktes Haus in Adare
Hübsches, reetgedecktes Haus in Adare

Unterwegs wechselten sich regnerische mit sonnigen Abschnitten. Typisches irisches Wetter und es sollte uns den gesamten Urlaub über größtenteils begleiten. Obwohl man schon sagen kann, dass dieser Tag der unbeständigste war.

Julian gab mir durch verschiedene Stopps an der Straße immer wieder die Möglichkeit auszusteigen und Fotos zu machen. Und es lohnte sich! Die irische Landschaft ist wunderschön!

Straße in Richtung Dingle

In Tralee besuchten wir kurz Julians ehemalige Uni, die an diesem Tag wie ausgestorben lag. Danach ging es über die Brücke auf die Halbinsel Dingle.

Aussicht von Julians alter Uni aus. Blick auf Tralee.
Aussicht von Julians alter Uni aus. Blick auf Tralee.

Im Ort Dingle angekommen, parkten wir am Hafen und setzten uns in einen Pub wo wir eine hervorragende Seafood Showder aßen (eine typische Meeresfrüchtesuppe). Leider war es auch hier sehr wechselhaft, weshalb wir nicht lange blieben.

Gaffiti in Dingle
Gaffiti in Dingle

Einen kleinen Stopp machten wir direkt neben einer Kuhweide mit Aussicht auf eine Bucht. Es war gerade Ebbe und so sammelte ich einige Souvenirs: hübsche Muscheln und Austernschalen.

Bucht bei Ebbe

Auf dem Rückweg entschieden wir uns für die lange Strecke entlang der Küste. So konnten wir noch mit der Fähre den Shannon überqueren und sahen einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer.

Leuchtturm am Shannon
Leuchtturm am Shannon

Insgesamt sind wir schon an diesem Tag 500 km mit dem Auto gefahren. Was besonders an der Straße auffiel waren die wilden bis zu 3 Meter hohen Fuchsien, die bei uns nie überwintern könnten und die zahlreichen Schilder mit Aufschriften wie „Cattle Crossing“ :D

Touristisches Highlight: Die Klippen von Moher

Obwohl die zweite Nacht im Hotel wesentlich ruhiger war, wollten Julians Eltern nun in ein anderes Hotel. Nach einigem Suchen fanden wir dann auch eins etwas weiter außerhalb von Galway, das Menlo Park Hotel. Julian und ich bekamen die Superior Suite und seine Eltern mussten leider ein Raucherzimmer nehmen, da nichts anderes mehr frei war. Wir waren aber weitaus zufriedener mit diesem Hotel als mit dem alten! Und was hat man schon gegen eine Superior Suite einzuwenden? Gut, die vielen Kissen auf dem Bett waren echt störend. Aber zum Glück waren die Zimmermädchen so nett und haben sie später stets auf dem Fensterbrett gelassen, wohin wir sie verfrachtet hatten :D

Um 13 Uhr fuhren wir dann endlich los um zu den Klippen von Moher zu kommen. Unser Plan war es um 17 Uhr wieder im Hotel zu sein, da Julians Vater gern das Deutschland-Spiel gegen Frankreich sehen wollte. Wir hatten also einen ziemlich engen Zeitplan und dennoch haben wir einen kurzen Stopp am Dunguaire Castle gemacht. Es war wieder einmal Ebbe und Julian und ich sind über eine der typischen irischen Mauern geklettert um gute Fotos zu bekommen, was sich auf jeden Fall gelohnt hat!

Dunguaire Castle

Im Schloss haben wir nur ein paar Souvenirs gekauft. Aber auf dem Parkplatz hat Julian Bekanntschaft mit einem handzahmen Huhn machen können. Es hat als Belohnung sogar etwas von Julians Schokolade abbekommen :D

Julian und das Huhn

Nun ging es aber schnurstracks in Richtung der Klippen! Wir mussten 6€ pro Person auf dem Parkplatz bezahlen, da man nirgends anders parken konnte. Ärgerlich, dass die Karten dann am Eingang überhaupt nicht kontrolliert worden sind! Die Klippen von Moher sind wirklich spektakulär, aber auch spektakulär menschenüberlaufen. Man manchen Stellen muss man sogar Schlange stehen um einen guten Aussichtsplatz auf die Klippen zu bekommen. Zum Glück ziehen sich die Klippen über ganze 8km hin und so verlaufen sich die Menschenmassen schnell wieder.

Klippen von Moher

Klippen von Moher

Das Besucherzentrum der Klippen von Moher ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Es ist in den Berg hineingebaut worden und beherbergt neben den obligatorischen Souvenir-Shops eine sehr schöne Ausstellung zur Entstehungsgeschichte und dem ökologischen Wert der Klippen. Da wir jedoch nicht so viel Zeit hatten, fuhren wir schon bald wieder auf dem schnellsten Weg zurück nach Galway.

Wilde Schönheiten: Wild Atlantic Way und The Burren

Am nächsten Tag sind Julian und ich allein unterwegs gewesen, denn seine Eltern wollten sich in Galway ein wenig umsehen. So bekam ich nun die Gelegenheit meinen Plan vom Irlandurlaub umzusetzen: Wir fuhren zum Burren Nationalpark!

Irische Landschaft

Gut, wir hätten den kürzesten Weg nehmen können, aber da wir am vorherigen Tag schon schnell von A nach B mussten, entschieden wir uns diesmal für die Küstenroute entlang des Wild Atlantic Ways. Wir machten zwischendurch mehrere Stopps. Der erste war in einem kleinen charmanten Ort direkt am Meer. Wir hatten wieder Ebbe und machten eine kleine Pause auf der Kaimauer, die direkt an den Parkplatz grenzte.

Noch ein Selfie!

Auch in diesem Ort gab es schöne Häuser und alles was noch gefehlt hätte, wäre ein Laden mit frischem Fisch gewesen. Aber leider fand sich der nirgends…

Gartentor

Der nächste Halt galt einem ausgeschriebenen Aussichtspunkt des Wild Atlatic Ways mit Namen „Black Head“. Die Landschaft dort bestand zu 100% aus Steinen, Felsen und den obligatorischen Mauern. Hinunter bis zum Wasser. Es zeigte sich, dass Irland auch sehr karg sein kann.

Julian am Black Head

Zufällig kamen wir später an dem Strand von Fanore vorbei und hielten hier für eine ganze Weile. Da ich einige Fotos mit dem Stativ machen wollte, musste ich ein ganzes Stück ins flache Wasser. Aufgrund des starken Windes sträubte ich mich erst, meine Schuhe und Socken auszuziehen. Als ich aber den Sand zwischen den Zehen merkte war ich total begeistert wie warm er war!

Selfie mit Stativ

Direkt am Strand gab es auch eine Surfschule, wo gerade ein Kurs für ca. 10 Leute gegeben wurde. Einige Wellen waren schon ganz ordentlich, aber zumindest an diesem Tag wäre ein Profi wohl eher enttäuscht gewesen ;)

Surfer am Fanore Strand

Der Strand ist auf jeden Fall eine absolute Empfehlung falls man dort vorbei kommt!

Fanore Strand

Langsam kamen wir wieder in die Nähe der Klippen von Moher. Woran man das merkte? An der Straßenseite (unbefestigt und schmal!) standen immer mehr Autos und sogar Reisebusse. Wir machten es den Parkenden nach und wollten wissen, was es besonderes zu sehen gibt und so kamen wir SEHR dicht an eine ca. 100 Meter hohe Klippe heran. Julian musste natürlich etwas wagen und so entstand dieses Foto:

Findet Julian!
Findet Julian!

Auch mit den klassischen irischen Kühen machten wir an diesem Tag Bekanntschaft. Direkt neben der Straße standen einige schöne Tiere die Lust darauf machten nur noch irische Butter zu kaufen :D

Jungbulle

Nach einer sehr langen Autofahrt, tollen Landschaften und der Suche nach dem richtigen Wanderweg kamen wir auch endlich im Burren Nationalpark an. Über eine einspurige Straße… naja… eher ein unübersichtlicher Feldweg… kamen wir zum Ausgangspunkt am Nationalpark. The Burren besteht aus einer kargen niedrigen Steinvegetation in der die Farben Grau und Weiß dominieren. Schaut man jedoch genauer hin oder kommt gar im Frühling hierher, erwartet einen ein Meer von Blüten! Obwohl ich stundenlang durch dieses Gebiet hätte marschieren können, machten nur eine kleine Tour entlang eines fast ausgetrockneten, weißen Sees.

Weißer See im Nationalpark Burren

Die Wanderwege waren sehr gut markiert, nur manchmal war es schwer inmitten der ganzen Steine die nächste Markierung zu finden. Teilweise durchbrechen die Wege auch die klassischen Mauern mit schmalen Durchlässen. Für jemanden mit etwas mehr Leibesfülle könnte es schwer werden da durch zu kommen.

Burren Wanderweg

Zurück am Auto zogen immer mehr Wolken auf und ich nutze die Gelegenheit um noch ein eindrucksvolles Foto der typischen irischen Steinmauern zu bekommen. Dafür musste ich mich zwar bäuchlings auf die Straße legen, das Foto war es aber wert!

Typische irische Steinmauer

Es ist schon Wahnsinn, wie viele Ruinen es in Irland gibt. Auf dem Rückweg kamen wir beispielsweise noch an einer sehr eindrucksvollen vorbei. Von dem ehemaligen Gebäude stand nur noch eine hohe Wand, die zum großen Teil durch Kletterpflanzen bedeckt war. Man mag denken, dass so ein Gebäude jeden Moment einstürzen könnte. Wenn man aber bedenkt, wie lange es schon so steht, dann wird es wohl noch einige Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, dauern bis nichts mehr von den Steinen übrig ist.

Ruine

Raues Land und weiße Schafe: Unterwegs in Connemara

Nachdem wir größtenteils im Süden unterwegs waren, ging es nun zur Abwechslung in den Norden nach Connemara! Obwohl ich dachte, dass der Süden von Galway schon wild und wunderschön ist, wurde ich nun noch eines Besseren belehrt. Denn Connemara ist mit seinen vielen Bergen und Seen noch ein ganzes Stück ursprünglicher.

Landschaft in Connemara

Auch hier machten wir unterwegs noch öfters Halt. Unter anderem sind wir wieder einmal über eine Mauer geklettert… und mitten in einer Schafweide (ohne Schafe) gelandet. Dafür hatten wie eine schöne Aussicht auf eine windgepeitschte Insel.

Windgepeitschte Insel in Connemara

Wir sind während des Urlaubs grundsätzlich recht viel über Stock und Stein gelaufen. Wahrscheinlich sind an diesem Tag dann auch meine Adidas-Schuhe kaputt gegangen. Zumindest fand ich nach diesem Tag einen schönen Riss an der Seite, der nur durch Kleben zu beheben ist.

Abhang in Connemara

Mit den Schuhen bin ich beim nächsten Halt auch glatt im Moor gelandet. Julian hatte die Ausfahrt zum Parkplatz verpasst und so wollte ich über eine „Wiese“ um Fotos von einer Insel zu machen. Zu blöd, dass der Boden der Wiese aus Wasser und gras bestand. So hüpfte ich von Grasbüschel zu Grasbüschel um wenigstens noch ein einigermaßen gutes Foto zu bekommen.

Insel in Connemara

Unser Weg führte uns nach Clifden, wo wir pünktlich zum Mittagessen in einem sehr guten Fischrestaurant saßen. Dort habe ich auch meine ersten (und letzten) Austern gegessen. Und Lachs, der viel zu Fett war und mir für den Rest des Tages auf dem Magen lag.

Fahrraddeko in Clifden
Fahrraddeko in Clifden

Auch nach Clifden kamen wir noch an wunderschönen Landschaften vorbei wo wir recht oft hielten.

Landschaft in Connemara

Der nächst größere Stopp war dann aber auf dem Parkplatz von Kylemore Abbey. In bergige Landschaft gebettet liegt das ehemalige Mädcheninternat, das noch immer von Nonnen bewohnt wird, an einem wunderschönen See.

Kylemore Abbey

Landschaft rund um Kylemore Abbey

Wir machten jedoch nur einen kurzen Rundgang durch das Hauptgebäude und fuhren dann mit einem Shuttlebus zum Klostergarten der Anlage. Der Klostergarten wird noch immer aktiv bewirtschaftet und beherbergt auch verschiedene Gebäude für die Herstellung von Ziegeln, Wein etc. Eben alles, was ein Kloster benötigt um sich selbst zu versorgen. Auch junge Pflanzen werden hier noch immer von Hand aufgezogen.

Pflanzenzucht im Klostergarten von Kylemore Abbey

Das gesamte Gelände muss sehr alt sein, denn es wimmelte nur so vor uralten Bäumen, die ich mir gern noch ausführlicher angesehen hätte. Wahrscheinlich hätte man ohnehin eine Ewigkeit in den Gärten spazieren können!

Uralter Baum auf dem Gelände von Kylemore

Das Wetter auf dem Rückweg war wieder sehr durchmischt. Sonne wechselte mit Regen. Es war nur eine Frage der Zeit bis wir den ersten Regenbogen sehen würden und er ließ auch nicht lange auf sich warten!

Regenbogen in Connemara

Regenbogen und Boot in Connemara

Über zerklüftete und steinige Inseln

Den folgenden Tag waren Julian und ich wieder allein unterwegs, da seine Eltern golfen wollten. Das Wetter schien auch perfekt zu sein, denn es regnete nicht ein einziges Mal!

Ohne bestimmtes Ziel fuhren Julian und ich wieder Richtung Connemara. Wir wollten ein bisschen die zerstreuten Inseln dort abklappern. Beim ersten Stopp wuchs wunderschöner pinker Mohn direkt an der Straße. Schade, dass es noch keine ausgereiften Samen gab, sonst hätte ich wohl welche mitgenommen!

Pinker Mohn

Direkt neben der Straße fand ich durch Zufall einen blanken Schädel eines Säugetiers. Ich schätze aufgrund der Größe, dass es mal ein Hund war, aber genau weiß ich es nicht. Der Schädel gab auf jeden Fall ein interessantes Motiv ab!

Hundeschädel

Wir folgten wieder dem Wild Atlantic Way und bogen dort ab, wo ein Schild einen schönen Aussichtspunkt versprach. So kamen wir an eine kleine, steinige Bucht, wo wir von zwei niedlichen und verschmusten Hunden begrüßt wurden. Besonders Julian war jetzt in seinem Element und war von den Tieren gar nicht mehr wegzubekommen :D

Aussichtspunkt am Wild Atlantic Way
Aussichtspunkt am Wild Atlantic Way

Julian mit Hund

Ein Stückchen weiter trafen wir noch auf drei skeptisch dreinblickende Connemara-Ponys, die sich partout nicht streicheln lassen wollten. Aber vielleicht war das auch ganz gut so für meine Pferdehaarallergie ;)

Connemara-Ponys

Wir fuhren ein ganzes Stück über die südlichen Connemara-Inseln. Die Gegend dort ist sehr urig. Es gibt viele Steine auf den Weiden, wenn es überhaupt Weiden gibt. Vereinzelt stehen Häuser, dazwischen nur weite Landschaft. Und hätten wir irgendwo etwas essen wollen, wäre das wohl etwas kompliziert geworden, denn wie wir schnell merkten, wird auf diesen Inseln nur Irisch gesprochen. Mit Englisch wären wir wohl nicht weit gekommen ;)

Irische Inseln

„Glasses up“ & Sightseeing in Dublin

Einen Tag vor unserem Rückflug fuhren wir zurück nach Dublin. Julian wollte noch unbedingt eine irische Whiskey-Destille besuchen und so steuerten wir auf halber Strecke das Besucherzentrum von Tullamore D.E.W. an. Wir machten dort eine Führung durch den Museumsbereich mit, wovon ich am Anfang nicht all zu viel verstand. Nach jedem Satz wurde es aber besser und so konnte ich am Ende fast alles verstehen, was uns erklärt wurde. Im angrenzenden, optisch sehr ansprechenden Restaurant aßen wir einen kleinen Snack bevor es dann weiter ging.

Treppe in der Tullamore Destille
Treppe in der Tullamore Destille

Da ich zeitweise im Auto geschlafen habe, war das erste, was ich von Dublin zu sehen bekam, ein kleiner, ca. 10-jähriger Junge, wie er auf seinem Pferd mitten zwischen den Autos die Straßen langreitet. Scheinbar ganz normal, als ob er es täglich tut. Schon sehr lustig die Iren :D

Nach ca. 1400 Kilometern war unser Mietauto dann auch endlich eingefahren und wir brachten es wohlbehalten der Autovermietung zurück. Danach schlenderten wir einige Zeit durch die Stadt. Julian uns ich suchten noch das Dubliner Schloss auf, von dem aber von außen nicht viel zu sehen war. Leider wurde es mit der Zeit nämlich von neuen Gebäude eingekesselt und man sieht kaum etwas von der alten Fassade.

Abends erledigten wir noch unser Pflichtprogramm und besuchten die Temple Bar. All zu lange blieben wir nicht, wenn es wurde recht ungemütlich, als das WM Halbfinale gegen Brasilien anfing und sich ein Großteil der Gäste als Brasilien-Fans herausstellte. So gingen Julian und ich recht rasch ins Bett und bekamen nur durch den Trubel auf den Straßen noch mit, wer das Spiel gewonnen hatte und vor allem mit welcher Punktzahl! :D

Angebot in der Temple Bar

Kurze Nacht; ab in die Hitze!

Nach einer sehr kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück ging es schnurstracks zum Flughafen. Dieses Mal hatte ich endlich wieder einen Fensterplatz! Kurz nach dem Start war ich sehr überrascht, wie kurz der Weg bis zu den britischen Inseln ist und wie sich das Wetter über den Inseln verhält. Über Irland war es leicht wolkig, über dem Meer wolkenlos und über Groß Britannien? Da hing eine dicke Wolkendecke! :D

Letzter Blick auf die irische Insel
Letzter Blick auf die irische Insel

Kaum waren wir in Bremen angekommen und stiegen aus dem Flugzeug wollten wir eigentlich sofort wieder zurück, denn uns empfing eine dicke, schwüle Luft. Da war Irland mit seinen leichten Regenschauern und ca. 15 – 20°C so viel angenehmer! Aber es half alles nicht uns so machten wir uns wieder auf den langen Weg mit dem Zug nach Hause. Wie froh waren wir, als wir endlich in unserer kühlen Wohnung ankamen! :D

Resumé

Irland ist wunderschön. Das ist Fakt. Wir haben oft überlegt, ob wir nächstes Jahr vielleicht wieder hinfahren. Dann aber mit Bed & Breakfast und rund um die Insel entlang des Wild Atlantic Ways. Ob wir es wirklich machen bleibt abzuwarten. Aber Irland hat sich in dieser einen Woche mit seiner atemberaubend schönen Landschaft, den freundlichen Menschen und seinen mitten auf der Straße stehenden Schafen sehr weit hoch in meine Liste der schönsten Reiseziele katapultiert.

Ein weiterer Urlaub in Irland? Garantiert! Wann? Möglichst bald! :D

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