Wiener Schnitzel und Sissi – Wien, Oktober 2011

Tani ist eine sehr gute Freundin, die noch bis vor ein paar Monaten in Wien studiert hatte. Sie hatte mich bereits letztes Jahr hier in Hamburg besucht und da ihr Abreisetermin aus Wien immer näher rückte, machte es Sinn, sie auch einmal zu besuchen. Spontan kam dann auch meine Schwester Corinna mit, für die es die erste Flugreise werden sollte. Ein Termin war schnell gefunden, da airberlin sehr günstige Verbindungen von Hamburg nach Wien anbietet. Wir sind also freitags um 19:40 Uhr losgeflogen und sonntags gegen 17:00 Uhr zurück gekommen. Da Corinna und ich am Freitag noch gearbeitet hatten, kam es nicht dazu, dass wir an dem Abend noch etwas unternommen haben. Das verschoben wir auf den nächsten Tag.

Ein Samstag in Wien

Nachdem wir uns ein keines Frühstück beim Bäcker geholt hatten, ging es zur Post (es ist Wahnsinn, wie viele Leute immer Karten haben möchten, wenn man verreist!) und dann zu Fuß in Richtung Stadt.

Den ersten Zwischenstopp machten wir in einem Süßwarenladen, in dem alles von Hand hergestellt worden ist. Es war ein wirklich fantastischer Laden! So viele tolle Schokoladen und anderes Naschzeug! Nur leider kann man ja nicht alles kaufen und so begnügten wir uns damit, einige Mitbringsel zu erwerben. Da wir die einzigen Kunden waren, kamen wir mit der Inhaberin leicht ins Gespräch und weil wir ihr offensichtlich sympathisch waren, gab es zum Abschied noch einige Tütchen Süßes kostenlos dazu.

Weiter ging es vorbei am Palais Liechtenstein zur Votivkirche. Dort haben wir uns den Innenraum des Gebäudes angesehen und mein Reisestativ konnte wieder einmal zeigen, dass es die Investition gelohnt hat. Allerdings wurde auch wieder einmal offensichtlich, dass gerade gläubige Menschen sich oftmals nicht an die Regeln in Kirchen halten und trotz Verbot wahllos mit ihren Kameras drauflos blitzen. Und vor dem Altar wird dann ohne schlechtes Gewissen brav das Kreuz geschlagen… Schade, dass Regeln so wenig beachtet werden.

Die nächste Station nach der Kirche war das Hauptgebäude der Universität Wien, welches Tani uns unbedingt zeigen wollte. Auch dort haben wir die Innenräume ausführlich erkundet und außerdem eine kleine Rast eingelegt.

Gleich neben der Universität sind das Wiener Rathaus, das Burgtheater und das Parlament zu finden, an denen wir allerdings nur vorbei gingen. Mit der U-Bahn ging es einige Stationen in Richtung Innenstadt, wo wir endlich unser Mittagessen fanden. Leider gab es dort nicht das typische Kalbsschnitzel, sodass wir mit anderen Speisen vorlieb nehmen mussten.

Danach war Shopping-Zeit und Tani zeigte uns sehr ausführlich die Wiener Shoppingmeilen… was uns dann auch den Rest gab, sodass wir wieder zurück mussten.

Spät abends sind wir dann in das Restaurant „Zentimeter“ in Tanis Nähe gegangen und wurden mit leckeren Monsterportionen zu super günstigen Preisen für unseren anstrengenden Tag belohnt.

Die Schlösser zum Schluss

Da wir am Sonntag wieder nach Hause wollten und nicht so viel Zeit hatten, haben wir unsere Koffer direkt mitgenommen. Mit der Straßenbahn ging es zum Schloss Belvedere, wo wir lediglich über das Außengelände gegangen sind und uns die Vorder- und Rückseite des Schlosses angesehen haben.

Es absolutes Muss ist natürlich das Sissi-Schloss Schönbrunn. Bevor wir aber dorthin aufgebrochen sind, mussten wir noch eine Minivariante der berühmten Sacher-Torte mitnehmen. Leider kostet so ein 10 cm Törtchen auch schon 10 Euro… Wer die Torte schon einmal gegessen hat, weiß aber, dass sie außerordentlich reichhaltig ist. Den Blick auf die Waage sollte man sich danach sparen ;)

Als wir am Schloss Schönbrunn angekommen waren, haben wir uns direkt am Eingang eine kleine Erfrischung geholt und sind dann um das Schloss herum gegangen. Sonderlich spannend ist Schönbrunn meiner Meinung nach nicht wirklich, die Gärten haben da wesentlich mehr zu bieten. Interessant zu sehen ist auch die Art und Weise in der damals die Gärten gestaltet waren. Zur Wegseite waren Bäume und Sträucher exakt vertikal zugeschnitten, zur Weg abgewandten Seite aber durften die Pflanzen wachsen, wie sie wollten.

Um noch ein paar süße Wiener Spezialitäten zu probieren, haben wir uns in das vollkommen überfüllte Restaurant des Schlosses gewagt und auch tatsächlich einen Platz bekommen. Dort gab es dann Apfelstrudel & Kaiserschmarrn. Sehr lecker!

Leider ging dann unser Wochenendurlaub in Wien auch schon zu Ende und wir machten uns auf den Weg zum Flughafen.

Résumé

Wien ist mit Sicherheit eine sehr schöne Stadt. Dadurch, dass wir nicht nur in den Touristengebieten unterwegs waren, haben wir aber bemerkt, dass es auch eine sehr schmutzige Stadt ist. Auf den Touristenwegen sieht man davon allerdings nichts. Da glänzt Wien mit sauberen Wegen und perfekt restaurierten Gebäuden.

Das Gerücht, dass der eingeborene Wiener eher unfreundlich ist, ist auch wirklich nur ein Gerücht. Tani hatte uns da im Voraus schon recht viel Angst gemacht, aber tatsächlich haben wir dann nur freundliche Menschen getroffen.

Auf unserem Marathon durch die Stadt haben wir zwar viele wichtige Gebäude gesehen, hatten aber fast nie Zeit sie uns genauer, u.a. von innen, anzusehen. Dafür waren zwei Tage einfach zu wenig. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir irgendwann einmal wieder nach Wien müssen. Dann aber auf jeden Fall mit mehr Zeit!

 

Hier sind noch einige Fotos von unserem Wien-Aufenthalt:

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1 Reply to “Wiener Schnitzel und Sissi – Wien, Oktober 2011

  1. Nach den Fotos zu urteilen ist Wien eine sehr schöne Stadt und bestimmt immer wieder eine Reise wert. Das kleine Törtchen habe ich auch schon gegessen, ein Mitbringsel von unseren Töchtern :), ist sehr lecker aber auch sehr süß.

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